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Die paraguayische Gemeinschaft in Deutschland feierte den 215. Jahrestag der Nationalen Unabhängigkeit in Berlin

13. Mai 2026

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Am 13. Mai beging die Botschaft der Republik Paraguay in der Bundesrepublik Deutschland den 215. Jahrestag der Nationalen Unabhängigkeit mit einem offiziellen Empfang, an dem rund 120 Landsleute und geladene Gäste im Saal der Repräsentanz von Taipeh in Berlin teilnahmen. Der Saal wurde für diesen Anlass großzügig von Seiner Exzellenz Dr. Klement Ruey-sheng Gu, Repräsentant der genannten Vertretung, zur Verfügung gestellt.

Die Veranstaltung stand unter der Leitung von Botschafter Fernando Acosta Díaz, der in seiner Ansprache die historische Bedeutung der Ereignisse vom 14. und 15. Mai 1811 hervorhob und daran erinnerte, dass Paraguay seine Unabhängigkeit ohne Blutvergießen erlangte — als Ausdruck der Überzeugung eines Volkes, das es verstand, frei zu sein. Der Botschafter ging zudem auf die Stärke der bilateralen Beziehungen zwischen Paraguay und Deutschland ein und betonte, dass Deutschland für Paraguay eine strategische Stellung in Europa einnimmt. Er würdigte dabei die aktive Rolle Deutschlands beim Zustandekommen des Assoziierungsabkommens zwischen dem MERCOSUR und der Europäischen Union, das seit dem 1. Mai 2026 vorläufig in Kraft ist.

In diesem Zusammenhang unterstrich Botschafter Acosta Díaz die konkreten Chancen, die das Abkommen für Paraguay mit sich bringt: den Wegfall von 92 % der Zölle auf MERCOSUR-Exporte in einen Markt mit mehr als 400 Millionen Menschen, vor dem günstigen Hintergrund eines Wirtschaftswachstums von 6 % im Jahr 2025. Er hob außerdem die laufenden Bemühungen der Botschaft hervor, unternehmerische Treffen mit europäischen Investoren zu fördern und bilaterale Abkommen voranzubringen, die den in Deutschland ansässigen paraguayischen Staatsangehörigen zugutekommen. Zum Abschluss würdigte der Botschafter in bewegenden Worten die paraguayischen Mütter, deren historische Anerkennung, wie er sagte, weit über eine bloße protokollarische Geste hinausgehe.

Zum Abschluss der Veranstaltung richtete Dr. Klement Gu einige Worte an die Anwesenden, in denen er die freundschaftlichen und kooperativen Beziehungen zwischen Paraguay und der Republik China (Taiwan) bekräftigte und das Engagement beider Nationen für die Stärkung ihrer bilateralen Beziehungen hervorhob.

Der Abend bot ein herausragendes Kulturprogramm mit Auftritten der Musiker German Barbudez und Alberto Sánchez sowie der Tänzer Marcelo Rojas und Analía Vega. Bei dieser Gelegenheit wurde außerdem die Uraufführung der Choreografie Un Sueño en la Floresta („Ein Traum im Wald") präsentiert, ein Werk des paraguayischen Choreografen Julio Miranda, der in Leipzig lebt. Die Gäste genossen zudem eine Vielfalt typisch paraguayischer Speisen und nahmen an einer Verlosung von Produkten teil, die von den Unternehmen Latino Point, Mate Tee Delicatino, Tekoha Matekaffee, La Bodega und Marel Alfajores gespendet wurden — deren Großzügigkeit von den Organisatoren gewürdigt wurde.

Die Feier verlief in einer Atmosphäre der Kameradschaft und des nationalen Stolzes und bestätigte einmal mehr die Rolle der Botschaft als Treffpunkt und Bezugspunkt für die paraguayische Gemeinschaft in Deutschland.